Erneuerbare Energien

Gabriel will Ausschreibungen ausweiten


Das Bundeswirtschaftsministerium wertet die Pilotausschreibungen für Fotovoltaik-Freiflächenanlagen 2015 als vollen Erfolg und will daher die Förderung für erneuerbare Energien grundsätzlich auf Ausschreibungen umstellen. Beginnen solle dies mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2016, teilte das Ministerium am Mittwoch bei Vorstellung des Erfahrungsberichts zu den Pilotausschreibungen mit.

Im vergangenen Jahr haben insgesamt drei Ausschreibungsrunden für Fotovoltaik-Freiflächenanlagen stattgefunden. Die Verfahren mit einem Volumen von insgesamt 500 Megawatt waren alle von einer „hohen Wettbewerbsintensität“ gekennzeichnet, bilanziert das Ministerium. So war die Gebotsmenge in allen Runden deutlich überzeichnet.

Preise sinken von Bieterrunde zu Bieterrunde

Außerdem ist das Preisniveau von Ausschreibung zu Ausschreibung gesunken, lag jeweils unter dem Höchstpreis und in der Regel niedriger als die im EEG 2014 festgelegte Förderhöhe. Ein weiterer Indikator dafür, dass die Ausschreibungsverfahren funktionieren, ist laut Erfahrungsbericht die Tatsache, dass Bieter verschiedener Rechtsformen teilgenommen haben. „In der zweiten und dritten Runde haben auch kleinere Akteure Zuschläge erhalten“, heißt es dazu.

Die erfolgreichen Bieter haben zwei Jahre Zeit, um ihre Anlagen zu bauen. Eine Umfrage der Bundesnetzagentur hat ergeben, dass die meisten von ihnen innerhalb des ersten Jahres nach Zuschlagserteilung die Anlagen errichten wollen.

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will die erneuerbaren Energien mit dem EEG 2016 weiter in den Markt integrieren und für alle übrigen alternativen Energieträger Ausschreibungen einführen. „Die Erneuerbaren sind erwachsen geworden und bilden heute eine der tragenden Säulen unserer Stromversorgung“, so Gabriel. Details zur Erweiterung der Ausschreibungsverfahren nennt das Ministerium nicht. Nur so viel: „Eine einfache 1:1 Übertragung der Ausschreibungsregelung für Freiflächen auf andere erneuerbare Energien wird nicht empfohlen. (pio)
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