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Der erste Entwurf der EU-Kommission zur Novel-Feed-Verordnung ist auf harsche Kritik durch die internationale Getreide- und Futtermittelhandelsorganisation (Gafta), London, gestoßen. Die Umsetzung des Entwurfs würde den Export von Futtermitteln in die EU und den Handel innerhalb der EU deutlich beeinträchtigen, teilte die Gafta mit. Bei der geforderten Kennzeichnung von Futtermitteln aus gentechnisch veränderten Bestandteilen fehle eine entsprechende prozentuale Toleranzgrenze. Zudem müssten die Ölmühlen und Futtermittelhersteller eine Unmenge an technischen Daten über das Risikomanagement und über Kontrollverfahren bereitstellen. Bei der Vielzahl der Futtermittelrohstoffe seien die Kennzeichnungsvorschriften nicht umsetzbar. Bei einem jährlichen EU-Importvolumen von 18 Mio. t an Eiweißfuttermitteln und einer 13-gliedrigen Verarbeitungs- und Versorgungskette seien die geforderten Angaben zur Rückverfolgbarkeit nicht praktikabel. Auch sieht die Gafta die Prozess bedingte Vermischung von Maissorten im Entwurf nicht berücksichtigt. Unklar sei, ob jede Partie Corngluten aus GV-Mais getrennt identifiziert werden müsse. Dies könnte erneut unrealistische Forderungen nach sich ziehen. (ED)
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