Gefahrguttransporte: Feuerlöscher sind Pflicht

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Beim Transport von Gefahrgütern, dazu können auch Pflanzenschutzmittel zählen, muss ein 2 kg Feuerlöscher mitgeführt werden. Dies ist seit Jahresanfang Pflicht bei allen Gefahrguttransporten, auch bei Transporten, die keiner Kennzeichnungspflicht mit orangefarbenen Tafeln unterliegen. Ausgenommen sind Kleintransporte, für die die Ausnahme Nr. 3 der Gefahrgutausnahmeverordnung zutrifft. Darauf weist der Bundesverband des Großhandels mit Dünge- und Pflanzenbehandlungsmitteln e.V. (BGDP), Bonn, in einer Mitteilung hin. Das Fahren ohne Feuerlöscher kann für den Halter, Beförderer und Fahrzeugführer empfindliche Bußgelder nach sich ziehen.

Die Ausnahme Nr. 3 der Gefahrgutausnahmeverordnung, die noch bis zum 31. Dezember 2004 gilt, regelt Transporte von geringen Mengen zum und durch den Landwirt. Danach dürfen Gefahrgüter im Inland ohne jegliche Formalitäten transportiert werden, vorausgesetzt, der Versand erfolgt für eigene Zwecke und die Gesamtmenge in einer Beförderungseinheit überschreitet 50 kg nicht. Der Transport von anwendungsfertigen Spritzbrühen ist kein Transport von gefährlichen Gütern im Sinne der Gefahrgutverordnung Straße und Eisenbahn, heißt es in der BGDP-Mitteilung weiter. Werden jedoch Handelspräparate in unverdünnter Form als Nachschub mitgeführt, könne sich dies schnell ändern. Die als sehr gefährlich eingestuften Präparate können rasch die vorgegebenen Freimengen überschreiten, sodass das Schlepper-Pflanzenschutzspritzen-Gespann zum Gefahrgut-Transportfahrzeug wird. Um Bußgelder zu vermeiden, sollte man sich genau über die Einstufungen erkundigen, empfiehlt der BGDP. (AW)

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