Niedersachsen

Geflügel-Boom ungebrochen


Die Schlachtung von Geflügel stieg in Niedersachsen im Jahr 2015 erneut deutlich um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2015 entfielen 58 Prozent der Geflügelschlachtmenge auf das Fleisch der Jungmasthühner, 39 Prozent auf das Fleisch der Truthühner und lediglich 3 Prozent auf andere Geflügelarten (Suppenhühner, Gänse, Enten). Seit dem Jahr 2004 hat die Fleischmenge der Jungmasthühner die der Truthühner übertroffen, teilt das Landesamt für Statistik mit. Insgesamt wurden 0,94 Mio. t Geflügelfleisch in Niedersachsen produziert, dies entsprach 62 Prozent der bundesweiten Geflügelfleischmenge (1,52 Mio. t). Der Verzehr von Geflügelfleisch lag im Jahr 2014 im Vergleich zu 2013 konstant bei 11,5 kg pro Kopf.

Im Jahr 2015 wurden in Niedersachsen 18,96 Millionen Schweine geschlachtet, 0,2 Prozent weniger als im Jahr 2014. Gegenüber dem Jahr 2005, betrage der Anstieg dagegen 38 Prozent, so das Landesamt. Die Schlachtmenge sank 2015 auf 1,78 Mio. t Schweinefleisch. Bundesweit wurden 59,4 Millionen Schweine geschlachtet, die 5,57 Mio. t Fleisch auf die Waage brachten. Damit ist Schweinefleisch weiterhin mit Abstand die wichtigste Fleischart in Deutschland und in Niedersachsen, was sich auch im Verzehr widerspiegelt: im Jahr 2014 verzehrte eine Bundesbürgerin bzw. ein Bundesbürger im Durchschnitt 38,2 kg Schweinefleisch.

Deutlich rückläufig ist die Zahl der geschlachteten Rinder. Sie sank binnen Jahresfrist in Niedersachsen um 7,3 Prozent auf 548 000, die Schlachtmenge reduzierte sich 2015 auf 162 000 Tonnen. Bundesweit ist der Rückgang weniger deutlich: die Zahl der geschlachteten Rinder ging um 1,6 Prozent auf 3,55 Millionen Stück (1,13 Mio. t) zurück. Der Verzehr von Rind- und Kalbfleisch ist seit Jahren leicht rückläufig und lag 2014 bei 8,9 kg pro Kopf. (SB)
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