In Dänemark ist ein hochpathogener Virus im Wildgeflügel festgestellt worden. Geflügelhalter in Mecklenburg-Vorpommern sind alarmiert.

Nach Informationen des dänischen Veterinärdienstes wurden in der Region Westjütland bei erlegten Stockenten der Geflügelpestvirus vom Subtyp H7 nachgewiesen. Dieser gilt als stark krankheitserregend und das Landwirschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern warnt die Geflügelhalter der Region.

Agrarminister Till Backhaus erläutert die nötigen Sicherheitsmaßnahmen: Wildvögel dürfen keinen Zugang zu Futter oder Einstreu haben, die Tiere dürfen nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden. In Verdachtsfällen - insbesondere bei unklaren Krankheits- oder Todesfällen -  sei umgehend das zuständige Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt zu informieren.

Das tückische an der Geflügelpest sei, dass das Virus in Enten und Gänsen unerkannt „schlummern“ könne, Hühner und Puten hingegen sehr schnell nach einer Infektion erkrankten.

In Mecklenburg-Vorpommern wurde zuletzt 2006 Geflügelpest beobachtet und bekämpft. Es handelte sich damals um den Subtyp H5N1. Seither führt das Land umfangreiche Untersuchungen bei Wildvögeln und Hausgeflügel durch.

Im vergangenen Jahr wurde bei 1.056 Untersuchungen, darunter 493 Wild- und 87 Zoovögel, kein hochpathogenes Geflügelpestvirus nachgewiesen. (hed)
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