Vogelgrippe

Geflügelpest in Vechta

In Niedersachsen gibt es jetzt den zweiten amtlichen Fall von Geflügelpest in einem Nutztierbestand. Betroffen ist ein Betrieb mit Mastputen im Landkreis Vechta. Ein Privatlabor hatte am gestrigen Dienstag bei erkrankten Puten das Aviäre Influenzavirus H5 gemeldet. Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat den Verdacht auf Ausbruch der Geflügelpest nun bestätigt. Insgesamt gibt es in dem Betrieb in Damme 8.400 Putenhähne. Sie werden nun getötet.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) wird nun in einem weiteren Schritt untersuchen, ob es sich um die niedrig- oder hochpathogene Form der Vogelgrippe handelt, also etwa H5N8. Beim ersten Fall von Geflügelpest mit H5N8 im November wurden im Landkreis Cloppenburg insgesamt rund 108.000 Tiere getötet. Betroffen war hier ebenfalls ein geschlossener konventioneller Putenmastbetrieb in einem Gebiet mit flächendeckender Aufstallung.


In Niedersachen wurde das Haus- und Wildvogelmonitoring deutlich verstärkt. In diesem Jahr wurden 1.280 Wildvögel untersucht, davon allein ab November 560. Insgesamt gibt es in Niedersachsen seit November zehn Nachweise von Vogelgrippe bei Wildvögeln. Deutschlandweit sind es bisher 540 Fälle. (kbo)
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