"Wir nehmen die Ergebnisse sehr ernst", unterstreichen der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Zentralververband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG). Die Verbände reagieren auf die heute vom Land Nordrhein-Westfalen (NRW) vorgelegte Studie zum Einsatz von Antibiotika in der Mastgeflügelerzeugung. Durch ein eigenes, in enger Abstimmung mit der Tierärzteschaft abgestimmtes Monitoringprogramm solle der im Vergleich mit anderen EU-Ländern ohnehin geringe Antibiotikaeinsatz weiter verringert werden, so ZDG-Geschäftsführer Dr. Thomas Janning. Der Tierschutz gebiete es jedoch, erkrankte Tiere zu behandeln. Auch dürfe die Auseinandersetzung mit den Erkenntnissen zum Medikamenteneinsatz beim Masthähnchen nicht im Zusammenhang mit Antibiotikaresistenzen missbraucht werden, fordern die beiden Verbände.

DBV und ZDG weisen darauf hin, dass deutsche Geflügelprodukte absolut unbedenklich seien. Dies werde auch belegt durch die Ergebnisse des jährlichen Nationalen Rückstandkontrollplans des Bundesamtes für Riskobewertung (BfR) in Berlin. Zwischen der letzen Antibiotikagabe  vor der Schlachtung seien gesetzlich vorgegebene Wartezeiten einzuhalten, betonen die Verbände. Zusätzlich seien Bestände vor der Schlachtung durch einen Tierarzt zu kontrollieren und freizugeben. (az) 
  
stats