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Die Nachfrage nach Wildfleisch in Thüringen ist deutlich gestiegen. Diesem Trend folgend will das Thüringer Landwirtschaftsministerium den Wildkauf durch eine neue Vermarktungsvariante vereinfachen und damit gleichzeitig das Preisdumping bekämpfen. Wildhändler hatten in angebotsreichen Zeiten den Preis bis unter 3 DM/kg gedrückt. Normalerweise liege er beim Doppelten oder Dreifachen. Man sei jetzt mit einem Erfurter Fleischer im Gespräch, der eine getrennte Wildlinie aufbauen will, sagte Karl-Heinz Müller, Referatsleiter Jagd im Thüringer Landwirtschaftsministerium. Hirsch, Reh oder Wildschein, kämen dann als Fleisch, Wurst oder Konserve und mit dem Prädikat "Thüringer Spezialität" auf den Markt, schreibt die Thüringer Allgemeine. Beibehalten werde die Abgabe der Tiere über die Forstämter. In den Thüringer Staatswäldern wurden zwischen April und Dezember des Vorjahres 12.000 Tiere mit einem Gesamtgewicht von 240 t geschossen. Den Großteil machen Reh- und Rotwild aus. Die jährlichen Erlöse liegen bei 4 Mio. DM. (Bm)
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