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Das Motto des heutigen Welternährungstages "Ein Millenium frei von Hunger" ist eine gigantische Herausforderung. Darauf weist das Bundeslandwirtschaftsministerium (BML), Bonn, hin. Heute lebten noch immer 1,2 Milliarden Menschen in absoluter Armut, darunter seien über 800 Millionen chronisch unterernährt. 180 Millionen Kinder würden hungern.
Zu Beginn des neuen Jahrhunderts müsse mehr als bisher getan werden, um die Ursachen von Armut und Hunger zu bekämpfen. Der Schlüssel zum Erfolg liege zum großen Teil in den Entwicklungsländern mit Ernährungsproblemen selbst. Dort müssten die politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingugngn geschaffen werden, damit die bäuerlichen Produzenten Anreize zur Steigerung ihrer Produktion erhalten, schreibt das Ministerium. Die Produktivität der Nahrungsmittelerzeugung müsse wachsen, indem anwendungsbereite, für die Bauern zugängliche Technologien und Betriebsmittel so eingesetzt werden, dass nachhaltig höhere Pflanzenerträge und Tierleistungen ohne Schädigung der Umwelt und der landwirtschaftlichen Ressourcenbasis möglich werden. Erst dann werden nach Ansicht des Ministeriums genügend Nahrungsmittel nicht nur für die Eigenversorgung, sondern auch für den Export verfügbar werden. Daraus werde deutlich, welch wichtige Rolle Technologietransfer und Agrarhandel zu fairen Bedingungen für Entwicklungs- und Industrieländer gleichermaßen spielen. (ED)
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