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Bei der Bekämpfung des Rapsglanzkäfers sollen möglichst Mittel angewendet werden, die keine Pyrethroide Typ II enthalten, empfiehlt das Bundesamt für Lebensmittel- und Verbraucherschutz (BVL), das sich gemeinsam mit der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft sowie den amtlichen Beratungsdiensten der Länder auf eine Strategie zur Bekämpfung resistenter Rapsglanzkäfer verständigt hat. Für eine ausreichende Bekämpfung resistenter Käferpopulationen kommen beispielsweise Biscaya aus der Wirkstoffgruppe der Neonikotinoide in Frage, die neuen Typ-I-Pyrethroide Talstar 8 SC und Trebon 30 EC sowie die Organophosphate Ultracid 40 oder Reldan 22, heißt es weiter.

Außerdem werde durch die Nutzung anderer Mittel einer weiteren Selektion hin zu noch stärker pyrethroidresistenten Käfern vorgebeugt. Dies ist zurzeit nur mit dem Mittel Biscaya, das maximal zweimal in der Kultur pro Vegetationsperiode eingesetzt werden darf, und nur bei einem starken Befall mit Rapsglanzkäfern mit Ultracid 40 oder Reldan 22 mit jeweils maximal einer Anwendung vor der Blüte möglich. Die letztgenannten Mittel sind aber bienengefährlich und dürfen nicht in der Blüte, egal ob Kultur oder Unkräuter, angewendet werden. (ED)

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