Darum fordert der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK), den Wert von solchen Erzeugnissen auch im geplanten Freihandelsabkommen der EU mit den USA (TTIP) zu schützen. Spreewaldgurken, die in Texas hergestellt werden, mag sich BOGK-Geschäftsführer Christoph Freitag gar nicht vorstellen. Er verweist bei der Fruit Logistica in Berlin darauf, dass im Freihandelsabkommen der EU mit Kanada Produkten mit geografischer Herkunftsangabe Schutz genießen.

Im Export mit verarbeiteten Obst- und Gemüseerzeugnissen werden fortlaufen zweistellige Wachstumsraten verzeichnet, die Exportquote steigt. Dabei haben alle verarbeiteten Obst- und Gemüseerzeugnisse mit regionalem Herkunftsschutz sehr große Exportchancen, da die geschützten Spezialitäten über eine besonders hohe Differenzierungskraft unter den exportstarken Produkten der Branche verfügen.

Für die exportorientierte Branche und insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sei ein umfassender und gleichwertiger Schutz regionaler Produkte in der EU und den USA besonders wichtig. Freitag betont: „Ein Rückfall hinter deutsche und europäische Verbraucherschutzstandards würde dem deutschen Verbraucher und der heimischen Industrie schwer schaden.“(brs)
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