Gegen dauerhafte Subventionen für Bioenergie

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Die aktuelle staatliche Förderung der Bioenegie begrüßt Hans-Heinrich Ehlen, Agrarminister in Niedersachsen. Eine Dauerlösung seien die Subventionen jedoch nicht. "Wenn sich schon heute Futtermittel und Nahrungsmittel auf dem freien Markt bewähren müssen, muss man die Frage stellen, ob wir auf Dauer Bioenergie fördern können", sagte Ehlen heute auf der Jahrestagung des Fachverbandes Biogas in Hannover. Er präzisierte, dass eine Subventionierung maximal über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren Bestand haben könnte. Hoffnung setzt Ehlen darauf, dass als Rohstoffe zur Gewinnung von Bioenergie künftig zunehmend Nebenprodukte aus der Agrarerzeugung verwendet werden, die keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion darstellten. "Doch da stehen wir ganz am Anfang", räumte der Minister ein. Den Gülle-Bonus und den Landschaftspflege-Bonus im EEG 2009 beurteilt Ehlen als Anreiz, mehr Nebenprodukte für die Gewinnung von Biogas einzusetzen. (db)
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