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Die feuchte Witterung verhindert bisher den Beginn der Körnermaisernte sowohl in Frankreich als auch in Deutschland. Vom Markt aus betrachtet warten jedoch weder die Stärkeindustrie noch die Mischfutterhersteller auf die Ernte, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Sie sind noch gut mit dem Rohstoff versorgt, was sich an den geringen Aufgeldern für frühe Termine ablesen lässt. Die Mischfutterwerke sind zudem gut mit verschiedenen Futtergetreidearten versorgt, die ihre Lagerkapazitäten weitgehend in Beschlag nehmen.
Aber auch auf Seiten der Verkäufer hält man sich derzeit noch bedeckt. Vor allem im Elsass, wo in den vergangenen Jahren stark in den Ausbau von Lagerkapazitäten investiert wurde, blickt man der Ernte recht gelassen entgegen. Allerdings wird es darauf ankommen, dass die Erzeuger nicht aus Angst vor einer erneuten Schlechtwetterperiode den Drusch schnellstmöglich hinter sich bringen und die schonende Trockung wegen massiver Anlieferung vernachlässigen. Diese weniger sorgfältig getrockneten Partien müssten dann in den Futtermittelsektor fließen und könnten zusammen mit übergebietlichen Zufuhren aus Ostfrankreich für Ernte- und Preisdruck sorgen. (cd)
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