Geld für Milcherzeuger gesucht


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Für die geplante Abschaffung der Milchquote möchten die meisten EU-Mitgliedstaaten einen Ausgleich gewähren. Die Kommission schlägt vor, das Geld von den Ackerbauern zu nehmen und deren Direktzahlungen um bis zu 10 Prozent zu kürzen. Verschiedene EU-Agrarminister brachten in dieser Woche in Luxemburg Reste aus dem EU-Agrarhaushalt ins Spiel, um zusätzliche Hilfen für die Milcherzeuger zu bezahlen. EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel will sich einer solchen Lösung nicht von vornherein verschließen. In den EU-Haushalt wurden 2008 nur 98 Prozent der möglichen Ansprüche auf Direktzahlungen eingestellt. Die übrigen 2 Prozent, die zur Finanzierung eines Milchfonds gefordert werden, mussten die EU-Mitgliedstaaten bisher nicht bezahlen. Das Haushaltsvolumen würde sich dadurch erhöhen, was bei den nationalen Finanzministern auf Ablehnung stoßen könnte. (Mö)
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