Künftig werden in der Gemeinschaft zur Förderung der Pflanzeninnovation (GFPi) die mittelständischen Pflanzenzüchter gemeinsam mit Industrieunternehmen über künftige Ideen zur Basisforschung für die Pflanzenzüchtung beraten. Dazu verschmelzen die Gemeinschaft zur Förderung der privaten Pflanzenzüchtung (GFP) und der Wirtschaftsverbund Pflanzeninnovation (WPI). Dies haben die Mitglieder diese Woche in außerordentlichen Mitgliederversammlungen entschieden. Damit soll das Erfolgskonzept der vorwettbewerblichen Gemeinschaftsforschung fortgesetzt und den neuen Herausforderungen angepasst werden.

„Wir Wettbewerber treffen uns hier für gemeinsame Interessen“, erklärt Dr. Reinhard von Broock, Vorsitzender der GFP gegenüber agrarzeitung (az). Künftig müsse Pflanzenforschung und Pflanzenzüchtung im Rahmen der Bioökonomieforschung stärker mit Partnern der land- und ernährungswissenschaftlichen Wertschöpfungskette zusammenarbeiten.

Ansprechpartner für Mitglieder, Wissenschaft und Politik

Der WPI-Vorsitzende Dr. Léon Broers sieht in der neuen Verbandskonstruktion eine schlagkräftige, effiziente Organisation, um die Interessen der Wirtschaft und Wissenschaft in der Pflanzenzüchtung zu vertreten. „Die GFPi soll Ansprechpartner zu Fragen der Pflanzenforschung für Mitglieder, Wissenschaft und Politik sein“, ordnet Broers den Verband auch im europäischen Umfeld ein.

Zunächst wird Broock Vorsitzender der GFPi sein, sobald das Registergericht die Verschmelzung der beiden Verbände auf die GFP genehmigt hat. Im November, zur regulären Mitgliederversammlung stehen dann Neuwahlen an. Bis dahin haben die Vorstände beider Vereine eine enge Zusammenarbeit vereinbart. (brs)
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