Gemeinsame Position der süddeutschen Bundesländer zum Health-Check

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Der Süden Deutschlands will seine Haltung zum Health-Check der EU-Agrarpolitik eng koordinieren und abstimmen. Das haben der hessische Landwirtschaftsminister Wilhelm Dietzel, der Landwirtschaftsminister Bayerns, Josef Miller, und die baden-würtembergische Agrarstaatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch bei einem Strategietreffen in Iphofen vereinbart. Die drei südlichen Bundesländer untermauerten dabei ihre Forderung, den Health Check zu einer Vereinfachung der EU-Agrarpolitik zu nutzen. Eine erneute Reform solle keinesfalls eingeleitet werden.

Dabei lehnen die drei Länder eine weitere Erhöhung der Modulation über die bestehenden 5 Prozent ab, meldet das Bayerische Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten. Zudem sei bei einem Auslaufen der Milchquote ein solide finanziertes und schlüssiges Gesamtkonzept zur Begleitung unerlässlich. Eine Ausweitung von Cross Compliance auf zusätzliche Bereiche lehnen die drei Politiker strikt ab, jedoch fordern sie die Wiedereinführung der Anreizkomponente bei den Agrarumweltprogrammen. (ED)

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