Clostridienarten sind auch am Vergärungsprozess unterschiedlichster Substrate in Biogasanlagen beteiligt. Ob neben vielen harmlosen Arten auch die gefährlichen Botulinum-produzierenden Stämme vorhanden sind und somit Biogasanlagen zu deren Verbreitung beitragen, untersuchten Wissenschaftler des Thünen-Instituts in Braunschweig.

In Untersuchungen wurden bisher 500.000 Gene aus Substraten, Fermentern und Nachgärern niedersächsischer Biogasanlagen untersucht. "Der molekulare Nachweis zeigt, dass es eng verwandte Bakterien von C. botulinum gibt, die keine Botulinumtoxine bilden können", teilte Prof. Christoph Tebbe mit. Alle getesteten Proben waren für Mäuse nicht giftig. Das Projekt läuft noch bis Ende 2014, dennoch steht die Analyse weiterer 50 Mio. Gene aus. Bis dahin gibt es aber keine Hinweise darauf, dass sich Toxin-bildende C. botulinum Bakterien oder andere problematische Clostridien in einer Biogasanlage vermehren und so eine Gefahr für die Gesundheit sind. (az)
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