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Die Aufgaben der Bundesanstalt für Züchtungsforschung (BAZ), Braunschweig, und des Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK), Gatersleben (Sachsen-Anhalt), sollen im Rahmen eines Kooperationsvertrages neu verteilt werden. Dies hat der Stiftungsrat des IPK jetzt beschlossen. So soll das IPK die zentrale Genbank für Nutzpflanzen werden. Der Braunschweiger Bestand an Saatgut und Knollen wird in den nächsten Jahren komplett nach Gatersleben überführt. Braunschweig übernimmt Aufgaben im Rahmen der in-situ-Erhaltung von Kulturpflanzen, also der Erhaltung im natürlichen Lebensraum. Die Existenz von zwei Genbanken war eine Folge der deutschen Teilung, äußerte IPK-Direktor, Prof. Ulrich Wobus, gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung. Nun sei es gelungen, die Weichen für den Aufbau einer zentralen Kulturpflanzenbank in Gatersleben zu stellen. Man rechne mit 45.000 Mustern aus Braunschweig, die nun zu den bereits vorhandenen 100.000 kommen. (Bm)
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