„Die 2.385 genossenschaftlichen Unternehmen ziehen eine insgesamt sehr positive Bilanz", sagte der Generalsekretär des DRV, Henning Ehlers, heute bei der Bilanzpressekonferenz in Berlin. Die im DRV organisierten Genossenschaften erzielten danach 2013 einen addierten Umsatz von 68,7 Mrd. €.

Zu dem Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr hätten sowohl höhere Preise als auch gestiegene Exporterlöse geführt, so Ehlers weiter. Das Umsatzwachstum geht jedoch auch auf Kooperationen und Übernahmen der Hauptgenossenschaften im In- und Ausland zurück. Insbesondere in der Warenwirtschaft, die einen Anteil am Gesamtumsatz von gut 58 Prozent hat, nehmen diese Sondereffekte einen großen Umfang des Umsatzplus ein.

Getreideernte wie im Vorjahr realistisch

Zur kommenden Ernte erwartet der DRV aus heutiger Sicht ähnlich gute Erträge wie im vergangenen Jahr. „Die 46 Mio. t Getreide sind auch 2014 nicht ganz unrealistisch", sagte Ehlers. Er führt dies auf die nach dem milden Winter guten Bestände und die leichte Ausdehnung der Fläche bei Weizen, Gerste und Triticale zurück. Eine detaillierte erste Ernteschätzung des DRV für 2014 kündigte Ehlers für Mitte März an.

Milchmarkt ist stabil

Auch der augenblicklichen Situation auf dem Milchmarkt gewinnt der DRV etwas Gutes ab. „Getragen von der steigenden Nachfrage, vor allem in den asiatischen Schwellenländern, sind die Aussichten weiterhin positiv", hieß es heute. Das zeigte eine stabile Marktlage mit hohen Erzeuger- und Produktpreisen in den ersten Monaten 2014. Im Jahr 2013 steigerten die genossenschaftlichen Molkereien ihren Umsatz um mehr als 11 Prozent auf 14,7 Mrd. €.

Fleischmarkt bereitet Sorgen

Bei der Vieh- und Fleischwirtschaft machen dem DRV die Handelshemmnisse mit Russland Sorgen. Die Schweinepreise stehen massiv unter Druck. „Wir unterstützen die EU-Kommission bei ihren Verhandlungen mit der Russischen Föderation und hoffen auf eine baldige Aufhebung des Importstopps", sagte Ehlers. Vorstöße einzelner EU-Mitgliedstaaten hält der DRV für kontraproduktiv.

Angesichts leicht gestiegener Schlachtzahlen bei Schweinen und stabiler Tierbestände ergab sich 2013 für die Unternehmen der genossenschaftlichen Vieh- und Fleischwirtschaft ein Umsatzplus von 2 Prozent auf knapp 6,6 Mrd. €. (sta)
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