Genossen im Südwesten erfolgreich

Die Genossenschaften in Baden-Württemberg blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück. Frostschäden trüben die regionalen Aussichten auf die kommende Ernte. Höhere Preise für Getreide und Milcherzeugnisse haben die Einkommen der Landwirte und die Umsätze vieler landwirtschaftlicher Genossenschaften in Baden-Württemberg im Jahr 2011 beflügelt. Die 367 landwirtschaftlichen Genossenschaften in diesem Bundesland steigerten ihren Umsatz um mehr als 12 Prozent auf fast 3,5 Mrd. €. Umsatztreiber waren auch die explodierenden Energiepreise, meldet der baden-württembergische Genossenschaftsverband in Stuttgart. Durch diese Einflüsse kletterte der Umsatz bei den Genossenschaften der allgemeinen Warenwirtschaft um 18 Prozent auf etwa 1,6 Mrd. €. Mit 414.000 t wurden allerdings 21 Prozent weniger Getreide (ohne Mais) aus der Ernte heraus erfasst im Vergleich zu 2010. Auf Grund von Frostschäden im nördlichen Landesteil droht 2012 eine weitere kleine Ernte. Die elf Bezugs- und Absatzgenossenschaften steigerten ihren Umsatz um knapp 16 Prozent auf 627 Mio. €. Die verbesserte Einkommenssituation der Landwirte führte zu einem Investitionsboom. In Landtechnik wurden im vergangenen Jahr 10 Prozent mehr investiert als ein Jahr zuvor.

Auch bei den sieben genossenschaftlichen Milchwerken in Baden-Württemberg lagen die Umsätze 2011 mit 647 Mio. € um knapp 12 Prozent höher. Treibende Kraft waren vor allem bessere Preise für Milchprodukte, aber auch die Milcherzeugung legte deutlich zu. Bei den genossenschaftlichen Milchwerken wurden mit 1,1 Mio. t 3,4 Prozent mehr Milch angeliefert. (dg)
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