Insolvenzverfahren

Genossen müssen nachschießen

Großer Andrang
Ein Berichtstermin im Rahmen der Gläubigerversammlung findet am 19. Januar in der Stadthalle Memmingen statt. Die Insolvenzverwalter rechnen mit großem öffentlichen Interesse. Neben den Gläubigern haben auch die Genossen der E.V.G gegen Vorlage eines Personalausweises Zugang zu diesem Termin. (db)
Die für die E.V.G zuständige Insolvenzverwaltung Dr. Karg, Puhlmann & Kollegen teilt mit, dass mittlerweile die Nachschusspflicht der Genossen geprüft sei. Wer zum Zeitpunkt der Kapitalerhöhung der Genossenschaft seine Anteile gekündigt hatte, muss rund 250 € nachschießen. Genossen, die seinerzeit die Kapitalerhöhung mitgetragen haben, schulden nach Angaben der Rechtsanwälte nur die Kapitalerhöhung, sofern sie noch nicht geleistet sei.

Ausdrücklich betont die Insolvenzverwaltung, dass die Tochtergesellschaft der E.V.G., die AMW GmbH, nicht von der Insolvenz der Muttergesellschaft betroffen sei. „Der Geschäftsbetrieb läuft unverändert weiter“, heißt es. Es seien auch Interessenten für eine Übernahme dieser Gesellschaft vorhanden. Für das mobile Anlage- und Umlaufvermögen der E.V.G. konnte laut Insolvenzverwaltung ebenfalls ein Käufer gefunden werden. Schließlich bestehe am Immobilienbestand der E.V.G. reges Interesse. (db)
stats