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Die Genossenschaften bilanzieren für 2008 ihr bestes Ergebnis seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990. Mit 45,4 Mrd. € Umsatz erzielten die im Deutschen Raiffeisenverband (DRV) organisierten Unternehmen ein Plus von 13,5 Prozent. "So ein wunderbares Ergebnis werden wir so schnell nicht wiederholen können", sagte DRV-Präsident Manfred Nüssel heute während der Bilanzpressekonferenz in Berlin. Für 2009 äußerte er sich "verhalten optimistisch". Auf Grund des niedrigeren Preisniveaus für Agrarprodukte würden die Ergebnisse eher vergleichbar mit den Jahren 2006 und 2007 werden, als die Unternehmen des DRV zwischen 37 und 40 Mrd. € Umsatz machten. Nüssel rief die Landwirte auf, Getreide und Ölsaaten kontinuierlich über das ganze Jahr zu verkaufen und von Vorkontrakten Gebrauch zu machen. Vorauszahlungen und Abschlagszahlungen hätten sich bewährt, um Preisrisiken abzufedern.

Die umsatzstärkste Sparte der Genossenschaften war 2008 die Warenwirtschaft mit 23,5 Mrd. € und einem Plus von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Milchwirtschaft hat hingegen bereits Einbußen hinnehmen müssen und erzielte mit 11 Mrd. € Umsatz ein Minus von 1,3 Prozent. In der Vieh- und Fleischwirtschaft steigerten die genossenschaftlichen Unternehmen ihren Umsatz um 12 Prozent auf 4,7 Mrd. €. Die Agrargenossenschaften fuhren 2008 mit 2,1 Mrd. € ein Plus von 15 Prozent ein. Die verbliebenen 4,1 Mrd. € Umsatz entfallen auf die Sparten Obst und Gemüse, Wein und Sonstige. (sta)

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