Die Genossenschaften bilanzieren 2009 einen Umsatzeinbruch von fast 14 Prozent. Für 2010 sieht der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) eher Stagnation als Wachstum. Der Umsatz der genossenschaftlichen Unternehmen ist im Wirtschaftsjahr 2009 auf 37,5 Mrd. € eingebrochen. Grund sind die 2009 gesunkenen Rohstoffpreise, die Konsumflaute und die geringe Investitionsbereitschaft der Landwirte, stellte DRV-Präsident Manfred Nüssel heute auf der Bilanzpressekonferenz in Berlin vor. Die Warenwirtschaft verschlechterte ihren Umsatz um fast 20 Prozent auf 17,7 Mrd. € im vergangenen Jahr. In der Milchwirtschaft mussten die genossenschaftlichen Unternehmen einen Umsatzrückgang von 17 Prozent auf 9 Mrd. € hinnehmen und die Agrargenossenschaften kommen mit 4,8 Mrd. € auf 10 Prozent weniger Umsatz. Lediglich die Fleisch- und Weinwirtschaft konnten ihre Umsätze aus dem Vorjahr halten.

Auf das Jahr 2010 blickt Nüssel nur verhalten optimistisch. „Wir erwarten mindestens das Ergebnis vom vergangenen Jahr", sagte er heute in Berlin. Wachstumspotenzial sieht er 2010 für die Genossenschaften eher in der Bau- als in der Landwirtschaft. Die Chancen für den Agrarsektor wären hingegen mittelfristig gut. (sta)
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