Genossenschaften im Westen weiter gewachsen


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Die Primärgenossenschaften im Bereich des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbands (RWGV) konnten 2006 ihren Umsatz um 7 Prozent auf 7,3 Mrd. € steigern. Einschließlich der Zentralen kamen die Unternehmen im Gebiet des RWGV auf einen saldierten Umsatz von 14,1 Mrd. €, gab der Verband am Dienstag in Münster bekannt. Maßgeblichen Anteil am Umsatzergebnis hatten die 90 Bezugs- und Absatzgenossenschaften, die auf Grund gestiegener Getreidepreise einen Gesamtumsatz von etwas mehr als 2 (Vj: 1,85) Mrd. € erzielten. Auch beim Mengenumsatz gab es ein Wachstum um 5,4 Prozent. Unbefriedigend sei das Geschäft mit Biodiesel verlaufen. Nach den Steuerbeschlüssen und dem Rückgang der Mineralölpreise hätten die Mitglieder bis zu 80 Prozent weniger umgesetzt.

Bei den Viehvermarktungsgenossenschaften stiegen die Stückzahlen von Schlacht- und Nutzvieh trotz der Schweinepest im vergangenen Frühjahr um 13 Prozent und die Umsatzerlöse um 8 Prozent auf 369 Mio. € an. Die genossenschaftlichen Molkereiunternehmen erhöhten 2006 ihre Milchverarbeitung mit 4,7 Mrd. kg nur leicht. Der Milcherzeugerpreis ging um 0,6 Cent/kg zurück. Anhaltender Preisdruck und steigende Betriebsaufwendungen hätten die Ertragslage beeinträchtigt. (St)

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