Rheinland und Westfalen

Genossenschaften mit stabilem Geschäft


Die 163 landwirtschaftlichen Primärgenossenschaften und Zentralen unter dem Dach des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV) erzielten über alle Geschäftsbereiche des landwirtschaftlichen Geschäftes 2014 einen Umsatz von insgesamt 21,5 Mrd. €. Der hohe Betrag umfasst auch den Umsatz der großen Molkereigenossenschaften. „Damit befinden wir uns auf dem Niveau des Vorjahres“, erklärte der RWVG-Vorstandsvorsitzende Ralf W. Barkey. Der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2015 sei angesichts der preislichen Talfahrt vieler Agrarrohstoffe, der begrenzten Wachstumsmöglichkeiten, insbesondere im Umfeld der tierischen Produktion sowie der erheblichen Unsicherheiten in der Angebots- und Nachfrageentwicklung, gedämpft positiv.

Marktführerschaft behauptet

Die 65 Raiffeisen-Warengenossenschaften im RWGV verzeichneten im Wirtschaftsjahr 2014 einen Jahresumsatz von 2,9 Mrd. €. „Damit bewegen wir uns knapp unter dem Niveau des Vorjahres und konnten unsere Marktführerschaft behaupten“, erläuterte Barkey. Mengenmäßig zulegen konnten die RWGV-Mitgliedsgenossenschaften insbesondere in den Geschäftsfeldern Futtermittel (3,3 Prozent) und Agrarerzeugnisse (5,3 Prozent). Die wertmäßigen Umsätze waren dagegen in beiden Geschäftsfeldern sowie im Bereich Energie preisbedingt geringfügig rückläufig. Die Umsätze bei Futtermitteln beliefen sich auf 625 (Vj: 666) Mio. €, bei Agrarerzeugnissen auf 403 (448) Mio. €. Der wertmäßige Umsatz bei Brenn- und Treibstoffen betrug 763 (817) Mio. €.

Für die neun Viehvermarktungsgenossenschaften sank der wertmäßige Umsatz um 4,1 Prozent auf 881 Millionen €. Die Zahl der gehandelten Tiere konnte hingegen um rund 300.000 oder 5,1 Prozent auf 6,8 Millionen Tiere gesteigert werden. Die 50 Molkereigenossenschaften steigerten den Umsatz um 1,7 Prozent auf 2,4 Mrd. €. Bei den Obst-, Gemüse- Gartenbau- und Winzergenossenschaften gingen die Umsätze um rund 4,0 Prozent auf 2 Mrd. € zurück.

Die Strukturentwicklung bei den Warengenossenschaften im Verbandsgebiet des RWGV schreitet weiter voran. „Der Trend zu größeren Genossenschaften wird sich in 2015 durch Fusionen nachhaltig fortsetzen“, verdeutlichte Barkey. (az)
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