Eine positive Bilanz für den Geschäftsverlauf 2012 zieht der Deutsche Raiffeisenverband (DRV). Die Aussichten für das kommende Jahr fallen gemischt aus.

Die 2.500 genossenschaftlichen Unternehmen in Deutschland haben im laufenden Jahr einen Gesamtumsatz von rund 50 Mrd. € erzielt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 3 Prozent. Wesentliche Gründe für den Zuwachs seien höhere Preise und das florierende Exportgeschäft, teilt der DRV heute mit.

Für das kommende Jahr erwartet DRV-Präsident Manfred Nüssel weitere Engagements deutscher Genossenschaften im Ausland. Der weltweit steigende Bedarf an Agrarrohstoffen für die Nahrungsmittel- und Energieproduktion werde das Drittlandsgeschäft beflügeln. Andererseits werden EU-Staatsschuldenkrise, Wechselkursrisiken sowie politische Unsicherheiten wie das Tauziehen um die Energiewende die volatilen Märkte auch im kommenden Jahr beeinflussen, erwartet der Verband.

Die Warengenossenschaften profitierten 2012 von höheren Verkaufserlösen für Getreide und Ölsaaten. Bei Agrartechnik und erneuerbaren Energien machte sich die rege Investitionstätigkeit der Landwirte positiv bemerkbar. Darüber hinaus haben Zukäufe zu dem Umsatzplus der Unternehmen beigetragen.

Die Molkereigenossenschaften konnten im Jahresverlauf wieder höhere Erzeugerpreise auszahlen. Nach Angaben des DRV stehen für Molkereien und die Vieh- und Fleischwirtschaft die Drittlandsmärkte klar im Fokus. Die Gemüsebranche habe die Langzeitfolgen der Ehec-Krise im Jahr 2011 überwunden und blickt nun verhalten optimistisch in das neue Jahr. (sch)

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