Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) fordert mehr Verlässlichkeit für Bioenergie. Genossenschaften sollten Potenziale erschließen, ohne die Flächenkonkurrenz zu erhöhen. Für die Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland wünscht sich DRV-Geschäftsführer Dr. Henning Ehlers eine klare strategische Ausrichtung mit kalkulierbaren Eckdaten zur künftigen Förderung. „Ansonsten sind Probleme im gesamten Agrarsektor vorprogrammiert", erklärte Ehlers zur DRV-Agribusiness-Fachtagung in Montabaur in dieser Woche. Er appellierte an die genossenschaftlichen Unternehmen, neue Potenziale im Biomassebereich erschließen, ohne die Flächenkonkurrenz zu erhöhen.

Der DRV ist außerdem überzeugt, dass die Kosten der Energiewende nicht weiter ausufern dürfen. „Steigende Energiepreise belasten Verbraucher ebenso wie die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Agrarwirtschaft", betonte Ehlers. Deswegen seien Korrekturen der Einspeisevergütungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu erwarten. Hier fordert der DRV jedoch ausreichende Planungssicherheit. Als „Paradebeispiel für die Unberechenbarkeit staatlicher Förderpolitik" bezeichnete Ehlers die kurzfristige Kürzung der EEG-Vergütungen für Solarstrom. (az)
stats