Ein Feldversuch mit gentechnisch verändertem Weizen hat in Großbritannien ein breites Echo in allen Medien ausgelöst. Die angekündigte Feldzerstörung blieb aus. Mit der Kritik an den Feldversuchen sind die  Wissenschaftler der Universität Rothampsted offensiv umgegangen. Sie stellten per Video, Blog und Twitter dar, welchen Nutzen für die Umwelt der gentechnisch veränderte Weizen verspricht.  Sie hatten ein Gen, mit dem sich Pflanzen gegen Läuse schützen auf Weizen übertragen.

Berichten von biosicherheit.de zufolge handelt es sich um ein Gen aus Minze. Allerdings hatten sie ebenfalls als Marker-Gen eine Glufosinat-Resistenz eingeschleust, an dem sich ebenfalls Kritik entzündete. Die Wissenschaftler argumentierten mit den möglichen Einsparungen an Insektiziden im Getreideanbau, wenn sich das Minze-Gen im Versuch bewähren sollte, wohingegen die Gentechnik-Kritiker für ökologische Landwirtschaft plädieren. Die Forscher konnten in einer Online-Petition immerhin 6.000 Unterschriften gegen die angekündigte Feldzerstörung sammeln. Die Versuchsgegner  begnügten sich anschließend mit einer Demonstration. Allerdings hat ein Cyber-Angriff den Server des Forschungsinstituts für einige Stunde lahmgelegt. (brs)
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