ISAAA-Statistik

Gentechnik-Fläche gewinnt

Der globale Anbau gentechnisch veränderter Organismen (GVO) hat 2016 nach einem kleinen Rückgang im Vorjahr wieder zugelegt. Die auf Biotechnologie spezialisierte internationale Agentur ISAAA hat eine Fläche von rund 185 Mio. ha ermittelt. Im Vergleich zu 2015 sind 3 Prozent dazu gekommen. Das stetige Wachstum zeigt sich im Zehnjahresvergleich. Seit 2006 hat sich der Anbau mehr als verdoppelt.

Spanien in der EU vorn

GVO-Anbau 2016, in Mio. ha
1. USA 72,9
2. Brasilien 49,1
3. Argentinien 23,8
4. Kanada 11,6
5. Indien 10,8
6. Paraguay 3,6
7. Pakistan 2,9
8. China 2,8
9. Südafrika 2,7
10. Uruguay 1,3
Die drei wichtigsten Anbauländer für GVO waren 2016 die USA, gefolgt von Brasilien und Argentinien (siehe Übersicht). Unter den 26 Ländern, die mehr als 50.000 ha Gentechnik-Kulturen anbauen, taucht als einziges EU-Land Spanien auf Platz 15 auf. Die ISAAA weist außerdem darauf hin, dass unter diesen 26 Ländern nur 7 Industrieländer sind. Bei den anderen 19 Ländern handelt es sich um Schwellen- oder Entwicklungsländer. Ihr Anteil an der globalen Anbaufläche beträgt nach den Zahlen der Biotechnologie-Agentur 54 Prozent.

In der EU selbst haben nach den ISAAA-Angaben 2016 noch vier Länder Gentechnik auf dem Acker zugelassen. Neben Spanien mit rund 130.000 ha sind dies Portugal, Tschechien und die Slowakei, die zusammen auf etwa 6.000 ha Anbaufläche kamen. Rumänien dagegen hat 2016 den GVO-Anbau beendet.

Sojabohnen und Mais global an der Spitze

Mais ist eine der wichtigsten Kulturen, die gentechnisch verändert wird.
-- , Foto: Michael Bührke/Pixelio
Mais ist eine der wichtigsten Kulturen, die gentechnisch verändert wird.
Unter den Kulturen ist Gentechnik global am meisten bei Sojabohnen und Mais verbreitet. Es folgen Baumwolle, Raps und Zuckerrüben. Als gentechnische Veränderungen steht an erster Stelle die Herbizidtoleranz, gefolgt von der Insektizidtoleranz. Häufig enthalten die Sorten eine Kombination mehrerer Eigenschaften. Sorten mit speziellen gentechnischen Veränderungen wie veränderte Inhaltstoffe oder besonderen agronomischen Eigenschaften spielen noch keine nennenswerte Rolle. (db)
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