Gentechnik breitet sich aus

Die globale Anbaufläche für gentechnisch veränderte (GV-)Pflanzen wächst schnell. Insgesamt sind sie in 29 Ländern verbreitet. Die weltweite  Fläche ist 2010 auf 148 Mio. ha und damit um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen, teilt die internationale Biotechnologie-Agentur ISAAA mit. Nach ihrer Aufstellung führen die USA mit 67 Mio. ha, gefolgt von Brasilien mit 25 Mio. ha und Argentinien mit 23 Mio. ha. Weitere Länder mit bedeutendem Anbau von GV-Kulturen sind Indien, Kanada, China, Paraguay, Pakistan, Südafrika und Uruguay. Wichtig ist der ISAAA der Hinweis, dass von den 15,4 Millionen Landwirten, die 2010 GV-Sorten gewählt haben, 14,4 Millionen zu den kleineren Bauern in Entwicklungsländern zählen.

GV-Sorten sind für Mais, Sojabohnen, Baumwolle und Raps verbreitet. Sie repräsentieren fast den gesamten Anbau 2010. Die ISAAA geht davon aus, dass sich für diese vier Kulturen die globale Anbaufläche auf etwa 300 Mio. ha verdoppeln lässt. Einen Schub für GV-Pflanzen erwartet die ISAAA außerdem, sobald für Reis und Weizen erste GV-Sorten zur Verfügung stehen.

Europa fehlt auf der Karte der führenden Anbauregionen für GV-Pflanzen. Die ISAAA stellt jedoch fest, dass die Zahl der EU-Länder mit Anbau 2010 auf acht gegenüber sechs im Vorjahr gestiegen ist. Grund ist der erste kommerzielle Anbau der Stärkekartoffel Amflora, der 2010 in Schweden und Deutschland durchgeführt worden ist. (db)
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