Die globale Anbaufläche für gentechnisch veränderte (GV-)Pflanzen nimmt weiter zu. In Entwicklungs- und Schwellenländern ist das Wachstum besonders rasant. Die weltweite Fläche ist 2011 auf 160 Mio. ha und damit um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen, teilt die internationale Biotechnologie-Agentur ISAAA mit. In insgesamt 29 Ländern sind im vergangenen Jahr GV-Pflanzen angebaut worden. Nach Aufstellung der Agentur führen die USA mit 69 Mio. ha, gefolgt von Brasilien mit rund 30 Mio. ha und Argentinien mit knapp 24 Mio. ha. Das Wachstum in Brasilien ist besonders stürmisch. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Anbaufläche um 4,9 Mio. ha oder 20 Prozent vergrößert.

Weitere Länder mit bedeutendem Anbau von GV-Kulturen sind Indien, Kanada, China, Paraguay, Pakistan, Südafrika und Uruguay. Insgesamt 16,7 Millionen Landwirte haben 2011 GV-Sorten angepflanzt. Davon zählen 15 Millionen zu den kleineren Bauern in Entwicklungsländern. Nach Angaben der ISAAA war das Wachstum in Entwicklungs- und Schwellenländern 2011 besonders ausgeprägt. Dort wurde die Anbaufläche um insgesamt 11 Prozent ausgedehnt, während in den Industrieländern ein Zuwachs von nur 5 Prozent zu verzeichnen war.

GV-Sorten sind für Mais, Sojabohnen, Baumwolle und Raps verbreitet. Sie repräsentieren fast den gesamten Anbau 2011. Die ISAAA geht davon aus, dass sich für diese vier Kulturen die globale Anbaufläche auf etwa 310 Mio. ha verdoppeln lässt. Europa fehlt auf der Karte der führenden Anbauregionen für GV-Pflanzen. Die ISAAA stellt jedoch fest, dass der Anbau von Bt-Mais in Europa 2011 auf rund 115.000 ha angestiegen ist. Das entspricht einem Zuwachs von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (sch)
stats