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Die Bundesregierung sei mit dem Vorhaben angetreten, die verantwortbaren Innovationspotenziale der Bio- und Gentechnologie systematisch weiter zu entwickeln, so der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium (BML), Bonn, Dr. Martin Wille, Ende vergangener Woche auf einer Konferenz der Forschungsanstalt in Geisenheim. Um die angestrebte Diskussion anzustoßen und voranzubringen, solle auf Initiative des Bundeskanzlers Gerhard Schröder eine Vereinbarung mit der Wirtschaft über ein Forschungs- und Beobachtungsprogramm zum Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in der Landwirtschaft erreicht werden. Die Initiative solle sowohl den Besorgnissen der Bevölkerung als auch der Forderung der Wirtschaft nach Planungssicherheit Rechnung tragen. Sie umfasse drei Elemente: Ein dreijähriges Forschungs- und Beobachtungsprogramm über die Anwendung der Gentechnologie in der Landwirtschaft, eine freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft für eine Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen ausschließlich im Rahmen des Programms sowie einen breiten Diskussions- und Verständigungsprozess mit der Öffentlichkeit. (ED)
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