Gentechnikindustrie geht in die Offensive


Die Ablehnung der grünen Gentechnik lässt langsam nach. Davon gehen die europäischen Hersteller aus und starten eine Aufklärungs- und Imagekampagne.

„Wir wollen Missverständnisse ausräumen", erklärt Carel du Marchie Sarvaas von Europa Bio. Der Verband der Gentechnikindustrie veröffentlichte eine Broschüre, in der die Argumente für die Technik zusammengefasst werden.


Seit 13 Jahren kämen in vielen Teilen der Welt Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten auf den Teller. Bislang konnten keine Risiken für den Verbraucher festgestellte werden, heißt es in der Broschüre. Der Nutzen überwiege. Landwirte könnten mit Hilfe von GVO Pflanzenschutzmittel einsparen.

Es seien nicht nur die flächenstarken Betriebe, die die grüne Gentechnik nutzten, stellt der Verband in seiner Publikation klar. Von GV-Baumwolle profitierten beispielsweise besonders Kleinbauern.

In der Wissenschaft gebe es über die grüne Gentechnik weniger Kontroversen als über den Klimaschutz, hielt Marchie Sarvaas fest. Der Verband will demnächst mit weiteren Bausteinen der Informationskampagne starten. (Mö)
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