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In Georgien ist wegen der diesjährigen Dürre Getreide auf zwei Drittel der Anbauflächen von insgesamt 150.000 ha verloren gegangen. Dies gab der Landwirtschaftsminister der zur Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) gehörenden transkaukasischen Republik, David Kirkwalidse, in Tiflis bekannt. Von der Naturkatastrophe sei vor allem die östliche Region Kacheti betroffen, auf die traditionell 80 bis 85 Prozent der Bruttopoduktion von Getreide entfallen. Nach ursprünglichen Prognosen sollten die Agrarbetriebe des Landes in dieser Saison insgesamt etwa 700.000 t Getreide einbringen. 1999 waren es 733.000 t und im Jahr davor 563.800 t. Die bisherigen durch die Trockenheit ausgelösten Verluste schätzt das nationale Finanzministerium auf einen Gesamtwert von mehr als 50 Mio. US-$. Der Staatspräsident Eduard Schewardnadse stellte den betroffenen Landwirten Hilfen in Aussicht, die zum Teil im Ausland beantragt werden dürften. (pom)
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