Schadenersatz

Gericht gibt Akten über Zuckerkartell frei


In dieser Woche erhielten 26 Unternehmen, die Schadenersatzansprüche gegen Zuckerhersteller stellen, lang ersehnte Post vom Bundeskartellamt. Nachdem das Amtsgericht Bonn die Akteneinsicht am 8. Januar gegen den Willen der Kartellanten freigab, verschickt das Amt nun die Dokumente, berichtet die Lebensmittelzeitung (LZ). „Über die übrigen 88 Anträge wird nun zeitnah entschieden", teilte ein Sprecher mit. Insbesondere aus den Vernehmungsprotokollen der Südzucker-Manager sollen sich Rückschlüsse auf die Höhe des Schadens ziehen lassen, der durch das Kartell entstanden ist. Nach LZ-Informationen sind neben den 31 derzeit anhängigen Klagen im Volumen von rund 415 Mio. € zahlreiche weitere Klagen in Millionenhöhe in Vorbereitung. Die DMK Deutsche Milchkontor etwa bestätigt gegenüber der LZ entsprechende Pläne. (az)
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