1

In den USA erreichen die Endbestände an Mais in diesem Jahr vorrausichtlich den Tiefstand von 8 Prozent des Verbrauchs. Laut Bobby Richey jr., Botschaftsrat für Landwirtschaft an der US-Botschaft in Berlin, deckt diese Menge lediglich den nationalen Bedarf von zwei bis drei Wochen. Wie der Diplomat heute während des Bioenergie-Seminars der Agrarzeitung Ernährungsdienst in Magdeburg berichtete, blicken vor allem die amerikanischen Tierhalter 2007 gespannt auf das Wetter: Trockenheit würde die Situation weiter verschärfen und die Futterkosten der Veredlungsbetriebe deutlich steigern. Veredlungsbetriebe müssten sich bereits damit auseinander setzen, dass rund 20 Prozent der US-Maisernte zu Ethanol verarbeitet würden. Für Botschaftsrat Richey gibt es jedoch zum Ausbau der Bioenergie keine Alternative. Viele ländliche Regionen der Vereinigten Staaten seinen nur mit dem Auto zu erreichen und Benzin respektive Ethanol somit ein entscheidender Treibstoff. (hol)
stats