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Die Züchterhäuser haben nun die Preislisten für das Frühjahrsgeschäft veröffentlicht. Sie spiegeln die Lage am Pflanzgutmarkt wider, berichtet die Kartoffelwirtschaft in ihrer heutigen Ausgabe. Zum Frühjahrsgeschäft mit Kartoffelpflanzgut haben alle Züchterhäuser sich für Preisanhebungen gegenüber dem Herbst entschieden. Dabei handelt es sich zum überwiegenden Teil um eine moderate Anhebung um 1,- bis 2,- Euro je nach Sorte. Mit diesem Preisaufschlag sollen die Kosten für die Überwinterung, die etwa 2,- Euro betragen, knapp gedeckt werden. Für vereinzelte Sorten, die sich besonderer Beliebtheit erfreuen oder bei der Überwinterung besonderen Aufwand erforderten, sind auch 3,- Euro Aufschlag auf den Herbstpreis vorgenommen worden. Die Züchterhäuser wiesen darauf hin, dass die Pflanzguterzeugung im vorigen Jahr unter der sommerlichen Trockenheit gelitten hat. Von Anfang an hätten kleinere Mengen zur Verfügung gestanden. Die Nachfrage nach Stärkesorten sowie nach Sorten für die Veredelung sei so gut, dass Engpässe erwartet werden. Zudem laufe der Export von Pflanzgut außerordentlich gut. Unter diesen Voraussetzungen spiele die Entwicklung des Speisekartoffelpreises, der sich seit Herbst nicht bewegt hat, keine Rolle mehr als Vorgabe für die Pflanzgutpreise.
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