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Die Zuckerrübenernte läuft in allen Region mittlerweile störungsfrei auf vollen Touren. Die Zuckergehalte sind zwar gut, die Gesamterntemenge fällt jedoch niedriger aus als im Vorjahr. Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ), Bonn, die gestern ihren ersten Bericht zur Rübenanlieferung, Rübenverarbeitung und Zuckererzeugung vorlegte, rechnet für die Kampagne 2003/04 mit einer Gesamterntemenge an Zuckerrüben von knapp 24 Mio. t, 3 Mio. t weniger als im Vorjahr mit knapp 27 Mio. t, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Gut 4 Mio. t oder 18 Prozent waren bereits bis zum 10. Oktober verarbeitet und erbrachten im Durchschnitt einen Zuckergehalt 17,64 Prozent. Spitzenreiter beim Zuckergehalt ist in diesem Jahr Brandenburg mit 19,58 Prozent vor Bayern mit 19,23 Prozent. Niedersachsen bildet in diesem Betreich das Schlusslicht mit 17,13 Prozent Zucker.

Niedersachsen als Haupterzeugungsland in Deutschland wird nach den Ermittlungen der Zuckerfabriken in diesem Herbst eine Rübenmenge von 5,6 Mio t einfahren, gefolgt von Bayern mit knapp 4,2 Mio. t erwarteter Erntemenge. Im Rheinland, dem drittgrößten Anbaugebiet, werden 3,6 Mio. t Zuckerrüben erwartet. Der Rübenertrag pro Hektar wird für das Bundesgebiet auf durchschnittlich 53,9 t beziffert und bleibt damit auf Grund der sehr trockenen Witterung in diesem Sommer knapp 10 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis von 59,5 t/ha zurück. Daraus errechnet sich auch trotz des höheren Zuckergehaltes für die Gesamtzuckererzeugung in dieser Kampagne ein Minus von 300.000 t gegenüber dem Zuckerjahr 2002/03. Während damals gut 4 Mio. t Zucker produziert werden konnten, werden für die laufende Saison nur 3,7 Mio. t veranschlagt. (cd)

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