Gerste und Roggen satt

Die Erwartungen an die deutsche Getreideernte steigen. Das Ergebnis nähert sich dem Fünfjahresdurchschnitt.

Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hat in seiner heute veröffentlichten Schätzung die Erntemenge auf 44,2 Mio. t Getreide heraufgesetzt. Gegenüber dem Vormonat haben sich die Aussichten um etwa 1,4 Mio. t erhöht. Im Vergleich zum schwachen Vorjahr würde die Ernte um fast 6 Prozent wachsen. Auch zum Fünfjahresdurchschnitt von etwa 45 Mio. t ist der Abstand nicht mehr so groß wie in ersten Schätzungen ausgewiesen.

Zufrieden äußert sich der DRV auch zur Qualität, die der Verband für das gesamte Bundesgebiet als „durchschnittlich bis gut" beurteilt. Lediglich für Weizen fällt eine Tendenz zu niedrigeren Proteinwerten auf.

Die Weizenernte schätzt der Verband nun auf 22,3 Mio. t. Das Minus von etwa 2 Prozent zum Vorjahr beruht allein auf der durch Auswinterungen verminderten Fläche. Die Weizenerträge schätzt der DRV höher als im Vorjahr ein.

Bei Wintergerste haben reichlichere Erträge die Flächenverluste wettgemacht. Sommergerste bringt auf stark ausgeweiteter Fläche pro Hektar mehr als 2011. Die Ernte steigt im Jahresvergleich voraussichtlich um 53 Prozent.

Fast so groß ist nach jetziger Einschätzung auch der Zuwachs der Roggenernte. Roggen ist nicht ausgewintert und glänzt im Vergleich zum Vorjahr mit einer Ertragssteigerung um 28 Prozent.

Für Körnermais rechnet der DRV mit Erträgen von rund 10 t/ha. Sie erreichen zwar nicht ganz das Rekordjahr 2011. Ein leicht ausgedehnter Anbau könnte jedoch dafür sorgen, dass die Erntemenge gegenüber dem Vorjahr etwa konstant bleibt. (db)
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