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In den Trockenlagen und Frühdruschgebieten hat die Gerstenernte begonnen. Noch ist kein eindeutiger Qualitätstrend erkennbar, berichten die Korrespondenten der Agrarzeitung Ernährungsdienst.

Im Rheinland wurde in den vergangenen Tagen die erste Gerste geerntet, für die weitere Ernte deuten sich wegen der Regenfälle leichte zeitliche Verzögerungen an. Im Südwesten brachte die Gerste zum Teil sehr hohe Hektolitergewichte bis 70 kg. Die Erträge konnten bisher nicht überall befriedigen. Auf den leichten Böden in Südhessen, Rheinland-Pfalz und in Baden lagen sie bisher mit 50 bis 60 dt/ha bis zu zehn Prozent unter dem Schnitt vergangener Jahre.

Am Wochenanfang hat auf den frühen Standorten Brandenburgs, Sachsens und Thüringens die Gerstenernte begonnen. Erträge und Qualitäten fallen sehr uneinheitlich aus. Trotz des frühen Erntebeginns gibt es durchaus gute Ergebnisse bei den Hektarerträgen und Hektolitergewichten; daneben liefern besonders leichte Böden Hektolitergewichte unter 60 kg und einen zweistelligen Anteil von Sortiergetreide.

Die ersten, nicht repräsentativen Druschergebnisse bei Wintergerste in den Frühgebieten Bayerns und Württembergs deuten auf überdurchschnittliche Erträge hin. So wurden im Raum Straubing Hektarerträge von etwa 63 dt mit einem Naturalgewicht von 65 bis 66 kg/hl gemeldet. Ähnliches wird aus Nordbayern und Nordwürttemberg berichtet. Die Erträge schwanken zwischen 60 bis 65 dt/ha bei 65 bis 66 kg/hl. (ED)
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