Übernahmediskussion

Gerüchte um BASF und DuPont


Rege diskutiert wird zu Wochenbeginn eine neue Paarung der globalen Anbieter von Pflanzenschutz und Saatgut. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte am Freitag nach Börsenschluss an den europäischen Finanzmärkten aus nicht näher benannten Quellen berichtet, dass die BASF SE ein Angebot zur Übernahme des US-Konzerns DuPont plane. Allerdings sei noch kein offizielles Übernahmeangebot erfolgt, so Bloomberg weiter. Für diese Gerüchte war heute keine Stellungnahme aus den beteiligten Unternehmen zu bekommen.

Jetzt dreht sich die Diskussion darum, wie wahrscheinlich solch ein Angebot sein könnte. Denn DuPont ist bereits „vergeben“. Im Dezember hatten DuPont und der US-Konzern Dow Chemicals bekannt gegeben, dass sie fusionieren wollen. Deswegen müsste BASF jetzt ein sehr attraktives Angebot unterbreiten, um diese Absicht zu durchkreuzen.

Andererseits wäre die Agrarsparte von DuPont für den Ludwigshafener Konzern sehr attraktiv. Denn BASF hat keine Saatgutaktivitäten. DuPont wiederum ist mit seiner Saatgutmarke Pioneer hinter Monsanto die Nummer 2 am Weltmarkt. Im Pflanzenschutz bringt DuPont ebenfalls interessante Stärken mit, unter anderem mit Insektiziden.

BASF könnte auch deswegen unter Zugzwang geraten, weil der Konzern nach einem Zusammenschluss von Dow und DuPont der umsatzschwächste der globalen Anbieter würde. Das zeigt die Grafik unten, in der die Umsätze auf US-Dollarbasis verglichen sind. (db)

-- , Quelle: agrarzeitung 4. März 2016
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