Grüne Woche

Gespräche mit Russland hilfreich

Für Thomas Kirchberg, Mitglied des Vorstandes der Südzucker AG und Sprecher der Arbeitgruppe Agrarwirtschaft im Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft, ist es wichtig, dass der Gesprächsfaden nicht abreißt und die Chancen zur Fortführung der Modernisierungspartnerschaft in der Agrar- und Ernährungswirtschaft genutzt werden.

Die Landwirtschaft sei längst über ihre Rolle als Lieferant von Nahrungs- und Futtermitteln hinausgewachsen. Aufgrund der begrenzten fossilen Rohstoffe und der Notwendigkeit, mit den knappen Ressourcen effizient zu wirtschaften, steige die Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen für die technische Nutzung und Energiegewinnung. Der Übergang zu einer biobasierten Wirtschaft stelle neue Ansprüche an die Forst- und Landwirtschaft.

"Angesichts eines immensen Potenzials seiner Agrarwirtschaft kann Osteuropa einen entscheidenden Beitrag leisten, um den steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln, Energie und technischen Grundstoffen in den nächsten Jahrzehnten zu decken", sagte Kirchberg im Vorfeld der Grünen Woche.

Die Entwicklung entsprechender Wertschöpfungsketten für nationale und internationaler Märkte biete dabei interessante Entwicklungsperspektiven für ländliche Regionen. Die Assoziierung zwischen der EU und den osteuropäischen Ländern Ukraine, Moldau und Georgien könnten der Landwirtschaft in diesen Ländern einen zusätzlichen Schub geben. So sei die Öffnung des EU-Binnenmarkts für ukrainische Agrarprodukte für dieses Land eine große Chance. (HH)
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