Seit heute sind Lieferungen von Schlachtabfällen, Tierfett und Tiermehl aus der EU nach Russland nicht mehr gestattet. Das hat die russische Lebensmittelaufsichtsbehörde Rosselkhozndazor bekanntgegeben. Sie begründet diesen Schritt mit fortwährenden Verstößen gegen Rückstandhöchstmengen, die in der russischen Föderation gelten. Aufgefallen seien unter anderem Lieferungen aus Deutschland, Italien und Polen.

Zuvor war es im Rahmen von WTO-Gesprächen zu einem Meinungsaustausch zwischen Dr. Bernard van Goethem von der EU-Veterinärabteilung und Yevgeny Nepoklonov von Rosselkhoznadzor gekommen. Dabei erinnerte Nepoklonov daran, dass russische Produkte aus Rind-, Schweine-, Schaf- und Ziegenfleisch durch Verarbeitungsauflagen vom Import in die EU ausgeschlossen sind. Russland wünscht sich hier ein Eingehen auf seine Standards.

Vereinbart ist allerdings die Lieferung von Zuchttieren aus der EU nach Russland unter strengen Quarantäne-Auflagen. So werden derzeit Zuchtsauen aus Litauen nach Russland geliefert. Aus Frankreich sollen insgesamt 2.100 Montbeliard-Rinder für die Zucht nach Russland gehen. Hier pocht Russland darauf, dass die Einschleppung des Schmallenberg-Virus verhindert werden müsse. (brs)
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