Mit der Agrarstrukturerhebung 2016 hat das Statistische Bundesamt Detaildaten zum Ökolandbau abgefragt. Ein Ergebnis: Im Jahr 2016 wurde auf 51 Prozent der ökologisch bewirtschafteten Ackerfläche oder 243.000 ha Getreide zur Körnergewinnung angebaut. Zum Vergleich: In der deutschen Landwirtschaft insgesamt sind es etwa 54 Prozent. Während sich die Fruchtfolgen hier nicht stark unterscheiden, gibt es erhebliche Unterschiede im Maisanbau. Auf nur 4 Prozent der Ökoflächen wachsen Körner- und Silomais. Dagegen beträgt der Anteil im gesamten deutschen Ackerbau 22 Prozent.

Kennzeichnend für die Ökofruchtfolgen ist der hohe Anteil an Pflanzen zur Grünernte mit insgesamt 149.500 ha. Leguminosen wie Klee oder Luzerne machen mit 88.800 ha den Hektar den größten Anteil an dieser Fläche aus.

Legehennen mit dem größten Ökoanteil

Mit der Agrarstrukturerhebung 2016 wurden erstmals auch detaillierte Daten zur ökologischen Tierhaltung erhoben. Lediglich 5 Prozent des gesamten deutschen Viehbestandes wurden zum Stichtag 1. März 2016 ökologisch gehalten. Bei den Rindern hat der Anteil etwa 6 Prozent erreicht, wogegen es bei Schweinen weniger als 1 Prozent des deutschen Bestandes war. Öko-Hühner haben einen Anteil von rund 4 Prozent am deutschen Hühnerbestand erreicht. Am höchsten war der Anteil der ökologischen Haltung bei den Legehennen mit knapp 9 Prozent. Als „verschwindend gering“ beurteilt das Statistische Bundesamt dagegen die Hähnchenmast in Ökobetrieben. (db)
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