Getreide verlässt Häfen der Ukraine


Der Exportstau in der Ukraine hat sich offenbar aufgelöst. Die Zollbehörden lassen wieder Getreideverladungen in den Häfen zu. Nach Informationen des Agrarverbandes UAC war der Umschlag bereits seit Mitte Juli durch die Zollverwaltung blockiert. Am vergangenen Freitag meldete der UAC, dass die Verladungen fortsgesetzt würden.  Die offizielle Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet, dass die Wirtschaft Verluste von 1 Mio. US-$ geltend macht. Etwa 500.000 t Getreide sollen von der Verzögerung betroffen gewesen sein, von denen sich etwa die Hälfte bereits auf Schiffen befunden hätte.

Die Exporte waren vorübergehend behindert, weil es in der Ukraine widersprüchliche Meldungen zu einer möglichen Begrenzung gegeben hatte. Nachdem aus der Regierung in Kiew Ende Juli eine Exportquote für Brotweizen zumindest nicht ausgeschlossen worden war, haben die Zollbehörden umfangreiche Kontrollen in den Häfen durchgeführt. Sie haben offenbar den Umschlag zum Erliegen gebracht. Seither haben sich hochrangige Vertreter der Regierung mehrfach gegen eine Begrenzung der Exporte ausgesprochen. (db)
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