Getreideernte in Deutschland sinkt


Die Getreideernte in Deutschland wird deutlich niedriger als erwartet ausfallen. Hält die Hitzewelle an, sind weitere Korrekturen nach unten möglich. Nach einer aktuellen Umfrage schätzt der Deutsche Raiffeisenverbandes (DRV) die Erntemenge 2010 auf 44,2 Mio. t. Damit läge sie um 5,3 Mio. t oder 11 Prozent unter Vorjahr. Die anhaltende Hitze hat insbesondere die Weizen- und Maisbestände sowie spät gesäte Sommersaaten überproportional geschädigt, begründet der DRV das Ergebnis seiner Juli-Ernteschätzung. Im Vergleich zum Vorjahr erwartet der DRV in Deutschland knapp 8 Prozent niedrigere Getreidedurchschnittserträge von 66,2 dt/ha. Vor vier Wochen lag die Ertragserwartung noch 4 dt/ha höher. 

Sollte die Trockenheit anhalten, schließt der DRV weitere Korrekturen der Ernte nach unten nicht aus. Schwache und notreife Triticale-, Roggen- und Gerstenschläge müssten dann gehäckselt und der Aufwuchs in Biogasanlagen verwertet werden. (da)
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