Getreidehandel fürchtet Moskauer Monopol

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Die geplante staatliche United Grain Company löst im internationalen Getreidehandel Besorgnis aus. Unternehmen am wichtigsten russischen Exporthafen in Noworossijsk fürchten monopolistische Strukturen in der Getreidezertifizierung und Logistik. Wie Agra Europe London berichtet, wird die United Grain Company Teile des Hafens besitzen und vor allem die Exportzertifikate und den Eisenbahnverkehr zum Hafen kontrollieren. Damit kann sie auch Einfluss auf Handelsströme nehmen, befürchten internationale Händler in Russland. Über den Schwarzmeerhafen Noworossijsk werden jährlich rund 3 Mio. t Weizen ausgeführt. Beteiligt sind unter anderem die Handleshäuser Bunge, Glencore und Louis Dreyfus.

Die Aktiengesellschaft United Grain Company ist im März offiziell gegründet worden. Sie soll noch im Jahr 2009 operativ tätig werden. Im Kern handelt es sich um die bisherige Agentur für die Regulierung der Lebensmittelmärkte, die zu 100 Prozent in Staatsbesitz ist. (db)

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