1

Der durch die EU-Rekordgetreideernte im Jahr 2004 erzeugte Preisdruck wird sich fortsetzen. Mit der Menge in Höhe von 285 Mio. t sei der Verbrauch im EU-Binnenmarkt um etwa 40 Mio. t übertroffen worden, erläuterte Bruno Fehse, Vizepräsident des Verbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA), Bonn, anlässlich der heutigen Jahrespressekonferenz des Verbandes in Bonn. Ein durch das ungünstige Währungsverhältnis des US-Dollar zum Euro beeinträchtigter Export habe durch die Ausfuhr von lediglich 10 Mio. t nicht zur Preiserholung beitragen können.

Als gravierend bezeichnete der BVA-Vizepräsident den Preisverfall für Roggen, bedingt durch den Wegfall der Intervention. Einer Erzeugung in Deutschland in Höhe von 4 Mio. t stehe eine Abnahme der verarbeitenden Mühlen von nur 1 Mio. t sowie 1, 5 Mio. t durch die Mischfutterindustrie gegenüber. Der niedrige Dollarkurs lasse einen Absatz von Weizen und Gerste europäischer Herkunft auf den traditionellen nordafrikanischen Märkten derzeit nicht zu. Es sei damit zu rechnen, dass sich die ungünstigen Währungsrelationen kurzfristig noch verschärfen würden, erläuterte Fehse. Bereits jetzt zeichne sich erneut eine große Weltweizenernte für die kommende Saison ab. Sie könne die Marke von 600 Mio. t übersteigen. (jst)

stats