Zusammen mit geringen Beschaffungskosten und günstigen Währungseffekten hievt der niedrige Milchpreis den Nettogewinn von Friesland Campina im 1. Halbjahr 2015 um 85 Prozent auf 192 Mio. €. Auch der operative Gewinn legte ähnlich stark auf 314 Mio. € zu.

Mitglieder der Genossenschaft Friesland Campina erhielten in der gleichen Zeit für 100 kg Milch nur 36,48 €, während es im ersten Semester 2014 noch 44,19 € waren.

Konzernchef bleibt Prognose schuldig

Für das zweite Semester rechnet Konzernchef Roelof Joosten mit einer leichten Zunahme des weltweiten Milchangebots. Solange Russland weiterhin Importe aus der EU boykottiert und die China weniger Milch- und Molkereirprodukte abnimmt, wird die Nachfrage insgesamt kaum zunehmen. Auch die Verkaufspreise stünden weiter unter Druck. Eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr bleibt Friesland Campina deshalb schuldig. (sp)
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