Vereinigte Hagel

Gewitter verursachen Millionenschäden


Starkregen meist nicht versichert
Die Vereinigte Hagel versichert bundesweit 5,25 Mio. landwirtschaftliche Nutzflächen und hat damit einen Marktanteil von rund 60 Prozent. Neben Hagel können auch andere Wetterrisiken wie Sturm, Starkregen oder Frost versichert werden. Gegen Starkregen sind nach Schätzungen der Vereinigten Hagel nur rund 15 Prozent der Flächen versichert.
Gewitter, Hagel, Starkregen und Sturm haben von Freitag bis Sonntag bundesweit große Schäden in der Landwirtschaft verursacht. Betroffen waren vor allem die Bundesländer Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz, erklärte ein Sprecher der Vereinigten Hagel auf Anfrage der von agrarzeitung.de. Bei der Versicherung gingen bis zum späten Vormittag hunderte Schadensmeldungen ein. Insgesamt rechnet die Vereinigte Hagel damit, dass 10.000 bis 12.000 ha betroffen sein könnten. Rund 90 Prozent der Meldungen beziehen sich auf Hagelschäden, zehn Prozent entfallen auf Starkregen.

Die tatsächlichen Regen-Schäden seien wahrscheinlich weitaus größer, weil viele Landwirte nicht gegen Starkregen versichert sind und deshalb auch keine Schäden an die Versicherung melden, heißt es bei der Vereinigten Hagel. Betroffen seien praktisch alle Kulturen von Mais und Zuckerrüben über Getreide und Kartoffeln bis hin zum Wein- und Gemüsebau. Die bisher gemeldete Versicherungssumme belaufe sich auf rund 15. Mio. €. Mitarbeiter der Versicherung ermitteln in den kommenden Tagen die tatsächlichen Schäden bei Besuchen vor Ort. (SB)
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